Makenzie

Manufaktur

Einblicke in die Produktion von Makzenie-Design

Wandwöhnler in Schwarz

Anlaufschwierigkeiten in der Produktion Wenn man mit 2-Komponenten-Giessmasse arbeiten will, dann darf man nicht vergessen, sich auch das Trennspray zu besorgen, um nach dem Abguss den Guss von der Form zu trennen. Schön wärs gewesen, mit der Giesserei für einen schwarzen Wandwöhnler heute noch anzufangen. - Jetzt geht die Suche los, welches Trennspray wo wie schnell besorgen. Schade eigentlich.


Schnippeln was das Zeug hält

Es ist ja nicht so, dass Freunde nicht bei Makenzie mitmachen dürfen. Für besonders anspruchsvolle Arbeiten laden wir gern die besten von ihnen ein. Das ist ja das tolle an besten Freunden - Gefallen abschlagen geht ja nicht. - Jeder und jede, die sich also für einen Lochlinser entscheidet, darf sich vor ihrem geistigen Auge diese legendäre Schnippel-Session vorstellen, bei der die besten Geschichten seit langem aufgetischt wurden.


Ein Geraffel

Das Innenleben eines Spinnspulers ist weniger simpel als gemeinhin angenommen. Unter den Lochlingen ist er die kleine Diva, der kleine König, der sich gern extra bitten lässt. Das kommt wohl daher, dass hier sehr aufwendige Dinge unter dem Holz verborgen sind. Zum Beispiel eine Spule, die bei geringster Wackelei während des Einsetzens, gern Reissaus nimmt. Dann springt sie mit Brimborium aus der Fassung und ward nicht mehr hineingebracht. Dann ist da noch der kleine Messingstift mit Ausfräsung - oder Schlitz (für uns Laien). In die muss das Spulenende eingefädelt werden und wehe, das sitzt nicht locker genug. Zwar kann die Spulenfeder nicht mehr raushüpfen - dafür verweigert sie dann ihren Dienst und spult einfach nicht mehr. Bis also so ein Spinnspuler-Geraffel bewältigt ist und der Lochling schön zugemacht und eingeölt ist - da ist viel Gutes-Zureden, Geduld und Spucke von nöten. Dafür ist dieser Lochling äussert begabt, seinen neuen Besitzern zuverlässig von der Hand zu gehen.


Dockdübler-Invasion

Damit wir für den Markt - hier - ready sind, haben wir die Produktion der Dockdübler angeworfen. Ist ja komplex das Teilchen, deshalb müssen wir noch ziemlich Gas geben, um genügend Material auf unserem ersten Marktstand dabei zu haben. Wäre ja ziemlich blöd, gingen uns nach 2 Stunden die Lochlinge aus. Heute heisst es deshalb "Anker lichten" und Holz- und Messingteile dauerhaft verbinden. Da formiert sich dann eine Dockdübler-Invasion bei mir auf dem Regal. Sieht sicher lustig aus. Jede Menge Tee, die neuesten Platten aus dem Regal und die Montage-Sause kann losgehen.


Rohlinge abkleben

Lochlinser müssen angestrichen werden. Orange ist die Farbe der Wahl. Aber wer bekommt das schon akurat hin? - Ergo gibt es vorher eine mühsame Klebe-Session - 200 Stück!. Dank TV-Serien geht sowas dann leichter von der Hand. Nach drei Abenden war das Werk vollbracht.


Manufaktur im Wohnzimmer

Stück für Stück - besser Einzelteil für Einzelteil - bevölkern immer mehr Lochlinge unser Quartier. Irgendwann hoffen wir natürlich, einen richtigen Produktionsraum für die Lochlinge zu haben. Bis dahin richten sich die Rohlinge bei uns daheim ein. - Wir hoffen natürlich, die Teile von Pablo gehen weg wie warme Weggli - dann haben wir auch wieder Platz für Staubfänger und Sammelobjekte. ;)


Der Dockdübler kommt

Auf hoher See gibt es wenig Platz in den Wohnstätten. So eine Kajüte ist nicht gerade bekannt für ihre grosszügige Raumaufteilung ; von den Einschränkungen einer Mannschaftsunterkunft wollen wir gar nicht sprechen. Wie praktisch für jene, die einen einfachen aber platzsparenden Haken ihr Eigen nennen. Den kann man überall hin mitnehmen und gerade da platzieren, wo es es kleines Loch im Holz oder einer Wand gibt. Wir waren - trotz des grosszügigen Wohnens an Land - vom Dockdübler sofort begeistert. Er sollte ohne Frage Teil der ersten Lochling-Kollektion sein. Vielen Absprachen, Prototypen und Verbesserungen später trudeln die Einzelteile bei uns ein. Den Anfang macht der Ankerhalter. Sein blauer Anstrich passt perfekt zur maritimen Grundidee dieses Lochlings. Wir warten indess gespannt auf die Anker aus Messing. Der Prototyp vom Schmuckgiesser war auf jeden Fall vielversprechend.


Spinnspuler in hell oder dunkel

Unser komplexester Lochling ist der Spinnspuler. Mit dem ist das so eine Sache. Seine Funktion ist sehr speziell und deshalb benimmt er sich ein wenig wie eine Diva. Er möchte gebauchpinselt werden und darf auf keinen Fall unsanft behandelt werden. Wer ihn allzu grob in die Wand bugsiert, muss mit Arbeitsverweigerung rechnen. - So sind sie - ein bisschen wie Mimosen. - Ein bisschen verstehen kann man ihn ja. Immerhin beherbergt er unter seine rauhen Holzschale eine difizile Spulentechnik. Auch beim Spinnspuler konnten wir uns nicht entscheiden, ob hell oder dunkel, also ob wir das Holz mit Bienenwachs oder Leinöl vesiegeln wollten. Wir finden beide Varianten sehr schön. Aber die grösste Herausforderung wird wohl nicht die Beschichtung, sondern zweifellos das Innenleben dieses Lochlings sein. - Wir machen uns gefasst auf lange Abende am Kamin, mit Glühwein und den letzten Zimtkeksen des Winters, um uns die Arbeit ein wenig zu versüssen.


Auf jeden Rohling passt ein Deckel

Die Rohlinge der Lochlinser nimmt immer mehr Form an. Nach dem Zusammensetzen von Stift und Deckel müssen wir nur noch den Deckel auf den Rohling setzen und mit Wachs oder Leinöl einreiben. Weil wir uns nicht entscheiden konnten, welchen Holzschutz wir verwenden - immerhin färbt das Leinöl das Birnenholz ziemlich dunkel ein - werden wir beides als Variante anbieten. Dann könnt ihr als Käufer entscheiden, welcher Lochlinser besser in eure Wohnung passt.


Mit dem Dockdübler auf Montage

Alle Teile für den Dockdübler sind jetzt eingetroffen, sortiert und angemalt. Jetzt geht die Montage los. Immerhin soll der feine Haken einmal 2 kg - oder je einen Wintermantel pro Seite - festhalten können.


© all Rights reserved by Makenzie, 2013